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Home Bilder & Berichte 2008 Frankfurt Marathon 2008

Frankfurt Marathon 2008

Lieber zu spät als nie........

nach diesem Motto wagte ich mich am 25.10.2008 an den Start des Dresdner Kleinwort, sprich Frankfurt Marathon`s, aber fangen wir am Anfang an.

Mein Regen und Infekt desaster beim Köln Marathon am 05.10.2008, den ich ja leider bei km 22 aufgegeben habe, wollte und konnte ich als Saisonabschluss so einfach nicht stehen lassen. Die ganzen Trainingswochen mit unzähligen Laufkilometern haben halt zu einer Form geführt die halt da war und jetzt auch genutzt werden sollte. Es war also mehr ein Kopfproblem, 2008 einen weiteren Marathonstart innerhalb von 3 Wochen einzubauen.

Dummerweise endete die Anmeldefrist für Frankfurt genau am 5.10.2008, des Tages meiner Köln Marathon Misere, also keine Chance mehr sich nach zu melden, außer direkt vor Ort, was mir dann aufgrund der Entfernung doch etwas zu riskant erschien. Glücklicher bzw. tragischer weise fand ich jemanden der Gesundheitsbedingt seinen Startplatz abzugeben hatte, a musste ich nach reichlich Überlegungen dann zuschlagen. Nachdem die Formalitäten soweit geklärt waren und ich wieder nach meinem Infekt halbwegs im Training war, es waren ja nur noch 8 Tage, erwischte mich dann (vermutlich wegen zu dünner Laufkleidung) abermals ein Infekt, diesmal in Form von Halsschmerzen und Schnupfen. Das ist schon frustrierend wenn man das gesamte Jahr kerngesund ist und genau zu diesen Zeitpunkten anfängt zu kränkeln.

Um nicht den Start zu riskieren entschloss ich mich zwangsläufig die letzte Woche zu pausieren und die Erkältung aus zu kurieren. Am Samstagmorgen, den Tag vor dem Rennen stand ich auf und hatte, wie den ganzen Rest der Woche Halsschmerzen und Schnupfen. Nachmittags unternahm ich trotzdem einen Testlauf von 20min um die Pulswerte und das allgemeine Befinden zu checken. Puls einen Tick höher wie gewohnt und gefühlsmäßig ganz locker runtergespulte 4,5km, die Entscheidung stand fest.

So klingelte am Sonntagmorgen um 5:00 (Gott sei dank wurden in der Nacht die Uhren umgestellt, da war es nicht mehr ganz so früh) der Wecker und nach einem leckeren Frühstück ging es dann um 6:00 auf die Reise nach Frankfurt.

Nach abholen der Startunterlagen sowie eines 2. Frühstücks in der Marathonmessehalle stand ich pünktlich um 10:00 in meinem zugewiesenen 4:00 std Startblock bei grauselig kalten aber trockenen  6°C.

Start für meinen Startblock war so gegen 10:15 und ich machte mich auf die 42,195km lange Strecke mit der Hoffnung auch das Ziel zu erreichen und kein zweites Does Not Finish zu erleben.

Auf rücksicht bezüglich der Erkältung versuchte ich solange wie möglich zwischen 75 und 80% der maximalen Herzfrequenz zu laufen, was bei mir etwa  146 bis 156 Schläge in der Minute entspricht. Das klappte auch sehr gut, leider vielen aufgrund dessen die ersten Zwischenzeiten etwas langsam aus, aber hier war vorrangig das Ankommen das Ziel.

Nach einer kurzen "entwässerungspause" bei km 8 verlor ich dann den Zugläufer mit dem 4:00:00std Ballon aus den Augen und es war mir auch zu riskant einen Aufholversuch zu starten. Aufgrund meiner persönlichen Pulsgrenze überholte mich dann bei km 22 eine Menschenhorde von geschätzten 100 Personen die um den 4:15:00er Ballon des Zugläufers versammelt waren. Denen schloss ich mich dann für die nächsten 11km an. Ungefähr zwischen km 25 und 27 musste dann auch der Zugläufer eine "entwässerungspause" einlegen und schlug sich in die Büche, was das Feld quasi "gesprengt" hat. Einige völlig benebelte waren so fixiert auf den Mann das sie glatt mit richtung Gebüsch gerannt sind bis sie merkten das dort gepinkelt wurde, die anderen inklusive mir versuchten das Tempo halt alleine weiter zu laufen bis der Ballonmann wieder aufgeschlossen hatte. Das lief soweit auch ganz perfekt bis km 35 und meiner (bis heute) 2. Begegnung mit dem Mann mit dem Hammer. Dieser äußerte sich urplötzlich, um genau zu sein, innerhalb von 500m in Form von unerträglichen Seitenstichen die mich zu meiner bis dahin ersten Geh pause zwangen. Nach 1-2 min gehen mit kontrollierter Atmung konnte ich die letzten 7km in übelst gedrosseltem Tempo halbwegs weiterlaufen. Das ist halt der Punkt wo man neue Dimensionen des laufens betritt und nicht weiß was danach kommt. Gemein vom Veranstalter fand ich ja, ab km 38 die km Schilder immer weiter auseinander zu stellen ;). Um ehrlich zu sein, die letzten 4km erinnerten mich an doch sehr stark an diverse Volltrunkene Heimwege nach durchzechten nächten mit Freunden Tongue out.

Dann nach 4:40 std war fast das ersehnte Ziel erreicht, die Messehalle mit dem roten Teppich. Gelaufen wurde da eh nur noch mit einem 6:30 +X Schnitt, alles was unterhalb des Hinterns saß, war jetzt eh gefühlslos und konnte nur noch mit Schwung zum nächsten Schritt bewogen werden.

4:44:xx zeigte dann letztendlich meine Pulsuhr, als ich in den mit Abstand geilsten Zielbereich den ich bis heute gesehen habe einlaufen durfte. In der Euphorie über das Erreichen des Ziels und das Ende der Strapazen war ich fast den Tränen nahe, klingt blöd, aber das tosende Puplikum in der Halle hat dem sein übriges bei getan. Viele andere saßen oder standen dort auch in Tränen aufgelöst was ich selbst auch noch nie gesehen hatte (vieleicht war es auch die trauer wegen der eigenen Laufzeit ??Smile))

Fazit: - ein absolut fantastischer Saisonabschluss mit neuer persönlicher Bestzeit auf der Marathondistanz

        - Schmerzen ohne ende die es Wert sind und waren

        - 6kg Gewichtsverlust, wer braucht schon Weightwatchers Laughing

 

{ignitegallery xx}   Bilder und Videos folgen noch!!

 

 

 
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